Master Studium Personalwesen in der Schweiz - 6 Studiengänge

Masterstudium_Personalwesen
Diese Fachrichtung setzt sich mit der Einstellung, der Führung und der Weiterentwicklung des Personals als dem wichtigsten Kapital einer Firma auseinander. Dabei geht es nicht nur um formal-rechtliche Aspekte (Arbeitsrecht, Vertragsrecht, etc.), sondern auch darum, wie man durch kluges Management die Motivation der Mitarbeiter steigern kann.  Aufbau und Inhalt des Studiums verdeutlichen die Vielschichtigkeit der Fachrichtung, die rechtliche, psychologische, pädagogische, betriebswirtschaftliche und sozialwissenschaftliche Fragestellungen miteinander verknüpft. Zu den Voraussetzungen , die erfüllt werden müssen, um ein Master-Studium im Bereich Personalwesen zu beginnen, zählen je nach Anbieter entweder ein facheinschlägiges Vorstudium, oder aber es wird der Nachweis umfangreichen berufliches Praxiswissens verlangt. Der Abschnitt Berufsaussichten und Gehälter zeigt die Beschäftigungsfelder von Absolventen und mit welchen Gehältern in etwa gerechnet werden kann..

Masterstudiengänge Personalwesen Schweiz

Auf www.postgraduate-master.ch finden Sie sechs Masterstudiengänge mit dem Studienschwerpunkt Personalwesen. Neben den zwei Präsenzstudiengängen, die Sie nur vor Ort absolvieren können, sind auch vier Fernstudiengänge gelistet, die unabhängig von Ihrem Wohnsitz belegt werden können. Angeboten werden die Studiengänge von diesen renommierten Bildungsanbietern: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - School of Management and Law, ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - IAP Institut für Angewandte Psychologie, TU Kaiserslautern - Distance & Independent Studies Center (DISC), Donau-Universität Krems und Universität Koblenz-Landau - Zentrum für Fernstudien und Univ. Weiterbildung ZFUW.

Die Studiendauer der Masterprogramme beträgt vier bis sechs Semester. AbsolventInnen erhalten nach erfolgreichem Abschluss einen akademischen Grad (MAS oder M.A.), der international anerkannt wird. Die vorgestellten Studiengänge werden in der Schweiz berufsbegleitend angeboten. Wenn Sie allgemeine Informationen zum Masterstudium in der Schweiz benötigen, finden Sie diese in den FAQs.

Angeboten werden die Masterstudiengänge mit dem Studienschwerpunkt Personalwesen in folgenden Schweizer Regionen sowie als Fernstudium:

Aufbau und Inhalt des Studiums
Aufbau_Inhalt_Masterstudium_Personalwesen

Die Komplexität dieser Fachrichtung wird durch die Anzahl an Disziplinen, die sie mit einbezieht, verdeutlicht. So beschäftigen sich die Studierenden nicht nur mit Konzepten der Organisationsforschung und der Wirtschaftswissenschaft, sondern auch mit Pädagogik und Psychologie, um eine möglichst interdisziplinäre und ganzheitliche Sicht auf das Phänomen Mitarbeitermanagement zu bekommen. Am Anfang steht häufig die Auseinandersetzung mit den „Organisationen“, also mit dem sozialen Umfeld, in dem das im Fokus des Studiums stehende Personal agiert: Wie sind Organisationen aufgebaut, was hält sie zusammen, wie lassen sie sich managen? Studierende befassen sich mit Organisationstheorien und -typen sowie mit den Grundlagen der Personalwirtschaft. Personalwesen untersucht außerdem, wie und unter welchen Bedingungen Organisationen lernen und sich weiterentwickeln. Studierende erlernen das Projektmanagement ebenso wie die grundlegenden Techniken und Methoden des (sozial-) wissenschaftlichen Arbeitens.

Weiters geht es im Personalwesen um arbeitsrechtliche Aspekte sowie um das Personal-Marketing und -recruiting. Weiters wird die richtige Gestaltung von Arbeitsverträgen gelehrt. Zu den spezifisch wirtschaftswissenschaftlichen Lerninhalten zählt vor allem das Personalcontrolling. Dabei geht es um verschiedene Controlling-Modelle im Personalwesen, um typische Kennzahlen und um die besonderen Herausforderungen des Controllings. Weiters werden Kenntnisse der Personalführung vermittelt: Dazu zählen etwa verschiedene Human Resources-Theorien, der „Methodenkoffer“ der Personalführung sowie allgemeine Führungstheorien. In der Personalentwicklung schließlich geht es um Lernen und Lernprozesse in Organisationen: Welche Strategien gibt es, um Lernprozesse zu fördern, und mit welchem Knowhow lassen sich Kompetenzstände erheben, diagnostizieren und schließlich weiterentwickeln?

Studieninhalte und Beispiele für Vorlesungen

Je nach Bildungsanbieter erfolgt die Ausbildung in verschiedensten Kernbereichen. Hier finden Sie beispielhafte Studienschwerpunkte und dazu ausgewählte Vorlesungen für das Master Studium Personalwesen:

Organisation und Personal
  • Organisationsbegriffe und Organisationstypen
  • Zusammenhang Organisation und Personal
  • Personal als Bedingungs- und Gestaltungsfaktor
Personalwirtschaft
  • Grundlagen wirtschaftlichen Handelns
  • Ökonomische Begriffe der Personalwirtschaft
  • Personalplanung/-auswahl, Arbeitsplatzgestaltung
Personalentwicklung
  • Strategien der Personalentwicklung
  • Kompetenzdiagnostik
  • Kompetenzentwicklung
Lernen im Prozess der Arbeit
  • Theorien zum workplace learning
  • Methoden: Verbindung von Lernen und Arbeiten
  • Lernförderliche Arbeitsgestaltung
Voraussetzungen für das Master Studium Personalwesen
Da es sich bei der Fachrichtung Personalwesen um eine klassische „Querschnittsmaterie“ handelt, bieten sich mehrere inhaltlich-fachliche Anknüpfungspunkte an, gerade auch im Bereich der Sozial , Geistes- und Wirtschaftswissenschaften. Häufig wenden sich Angebote an Absolventen facheinschlägiger Studienrichtungen, die bereits Berufserfahrung, etwa im Personalmanagement, gesammelt haben. Sollte noch keine akademische Ausbildung absolviert worden sein, so ist es mitunter möglich, sich unter Nachweis mehrjähriger Berufserfahrung mit Personalverantwortung dennoch erfolgreich um einen Studienplatz zu bewerben.
Einige Anbieter sehen auch vor, dass Interessenten ohne Erststudium ein Eignungsverfahren durchlaufen können, dessen positive Absolvierung ihnen schließlich den Zugang zum Studium eröffnet. Allerdings gelten dabei einige Einschränkungen: So müssen Interessenten meist nachweisen, zumindest über die Hochschulreife zu verfügen. Häufig entscheidet in diesem Modell der Notendurchschnitt bei der Matura oder beim Abitur über die Zulassung. Auch der erfolgreiche Abschluss eines Lehrberufs (etwa die Meisterprüfung) kann angerechnet werden.
Berufsaussichten und Gehälter nach dem Master Studium Personalwesen
Das Aufgabenportfolio von Absolventen des Master-Studiums Personalwesen hat sich in den letzten Jahren deutlich vergrößert. Immer klarer tritt die beratende Funktion in den Vordergrund. Das Rekrutierungsmanagement wird zunehmend als ein ganzheitlicher Prozess gesehen, Unternehmen versuchen, vorhandene Expertise ganz gezielt und oft punktuell zu stärken. Dem Personalwesen kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Neben der Abwicklung von Einstellungsprozessen übernimmt das moderne Personalwesen aber auch noch eine Reihe weiterer wichtiger Aufgaben, wie etwa mitarbeiterbezogene Führungsaufgaben oder das unternehmensweite Wissensmanagement (das sich etwa mit der Frage befasst: wo liegen welche Stärken oder Kompetenzen?). Insofern ist das zentrale Beschäftigungsfeld von Absolventen des Personalwesens klar vorgezeichnet: die Personalabteilung. Absolventen finden sowohl in Klein- und Mittelbetrieben als auch in großen international agierenden Unternehmen Stellen. Häufig finden sie sich auch als externe Beratungsdienstleister, die für Unternehmen quasi „von außen“ einzelne Aufgaben(bereiche) übernehmen. Dazu zählen beispielsweise das Headhunting oder auch die Organisation und Durchführung von Personalauswahlverfahren bzw. Eignungstests.
Aufgrund der Vielschichtigkeit der unterschiedlichen Aufgaben innerhalb des Berufsfeldes Personalwesen ist es schwer, detaillierte Gehaltsangaben zu machen – zumal die Bezahlung, wie sich gezeigt hat, auch stark regional, nach Position oder auch abhängig von der Branche große Unterschiede aufweist. Zumindest als Faustregel lässt sich festhalten, dass Einsteiger häufig mit 3.100 bis 4.500 € brutto monatlich rechnen können. Diese Summe kann mit wachsender beruflicher Erfahrung deutlich ansteigen. Zu beachten ist, dass das Lohnniveau sowie die Besteuerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich sind.