Master Studium Medizintechnik in der Schweiz - 2 Studiengänge

Masterstudium_Medizintechnik
Die Medizintechnik erforscht und lehrt die Entwicklung und Konstruktion von Apparaten, Anlagen und Geräten im Gesundheitswesen und gilt als ingenieurwissenschaftliche Disziplin, in der sich Elemente des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und der Informatik treffen. Aber auch die Chemie und die Physik sind wichtige Bestandteile des medizintechnischen Lehrplans. Aufbau und Inhalt des Studiums verdeutlichen das Fachspektrum der Medizintechnik, das den gesamten Gesundheitssektor umfasst. Die Voraussetzungen sind teils an einen überdurchschnittlichen Notenschnitt im Vorstudium sowie Englischkenntnisse geknüpft. Die Berufsaussichten und Gehälter sind glänzend: Kaum eine Branche mit vergleichbarer Innovationskraft und ein nach wie vor expandierender Markt. In kaum einer anderen Branche begrüßen Menschen den Technikeinsatz so sehr wie in der Medizintechnik.

Masterstudiengänge Medizintechnik Schweiz

Auf www.postgraduate-master.ch finden Sie zwei Masterstudiengänge mit dem Studienschwerpunkt Medizintechnik. Angeboten werden die Studiengänge von diesem renommierten Bildungsanbieter: Beuth Hochschule für Technik Berlin - Fernstudieninstitut.

Die Studiendauer der Masterprogramme beträgt fünf Semester. AbsolventInnen erhalten nach erfolgreichem Abschluss einen akademischen Grad (M.Sc.), der international anerkannt wird. Die vorgestellten Studiengänge werden in der Schweiz berufsbegleitend angeboten. Wenn Sie allgemeine Informationen zum Masterstudium in der Schweiz benötigen, finden Sie diese in den FAQs.

Angeboten werden die Masterstudiengänge mit dem Studienschwerpunkt Medizintechnik als Fernstudium.

Aufbau und Inhalt des Studiums
Aufbau_Inhalt_Masterstudium_Medizintechnik

Im deutschsprachigen Raum werden im Wesentlichen zwei Ausprägungen der Medizintechnik angeboten: Zum einen Biomedical Engineering, zum anderen die Medizinische Informatik. Im Biomedical Engineering, also dem biomedizinischen Ingenieurswesen, geht es um die Schnittstellenkompetenz – Absolventen sollen dazu befähigt werden, technische Problemstellungen aus medizinischer Sicht zu analysieren und zu bewerten – und umgekehrt. In der Studieneingangsphase erfolgen die allgemeine Einführung in die Biomedizin und die Grundlagen der Medizintechnik. Wichtige Inhalte dieser Phase sind außerdem die Messtechnik sowie die Planung und Durchführung von Modellbildungen und Simulationen. Später setzen sich die Studierenden dann mit Problemen der künstlichen Intelligenz im Einsatz in der Medizintechnik auseinander, beschäftigen sich mit Systemtheorie und erarbeiten die Grundlagen der medizinischen Modellbildung (in der es darum geht, auf Basis von erhobenen Daten zu einem mathematischen Modell zu gelangen). Darüber hinaus geht es um Signalverarbeitung, Datenmanagement, Advanced Medical Technologies, die Systembiologie und um die Computermathematik als übergreifende Kompetenz.

Die Medizinische Informatik lehrt Programmiertechniken ebenso wie medizinische Statistik und Biometrie. Sie beschäftigt sich mit Informations- und Kommunikationssystemen in der Medizin und bietet Vertiefungen in Datensicherheit, medizinischer Dokumentation und medizintechnischen Verfahren. Die letzte Phase des Studiums ist jeweils dem Verfassen der Master-Thesis gewidmet.

Studieninhalte und Beispiele für Vorlesungen

Je nach Bildungsanbieter erfolgt die Ausbildung in verschiedensten Kernbereichen. Hier finden Sie beispielhafte Studienschwerpunkte und dazu ausgewählte Vorlesungen für das Master Studium Medizintechnik:

Medizinische Informatik
  • Medizinische Statistik / Biometrie
  • Biosignalverarbeitung
  • Medizintechnische Verfahren / Telemedizin
Biomedizinische Technik
  • Angewandte Biomechanik
  • Endoprothetik in der Orthopädie
  • IP-Management in der Medizintechnik
Medizin- und Gesundheitstechnologie
  • Biomaterialien und künstliche Organe
  • Gesundheitspolitik und -ökonomie
  • Robotik und Navigation in der Chirurgie
Mediziningenieurwesen
  • Bildgebende Systeme in der Medizin
  • Intelligente Systeme in der Medizin
  • Einführung in die Biochemie und Molekularbiologie
Voraussetzungen für das Master Studium Medizintechnik
Die Anforderungen der einzelnen Anbieter an Bewerber sind sehr unterschiedlich. Grundsätzlich müssen sie aber zumindest gute Englischkenntnisse mitbringen. Aus dem Fachprofil der Medizintechnik ergibt sich, dass Kenntnisse aus den Bereichen Ingenieur- und Naturwissenschaften oder Medizin und Gesundheitswissenschaften nachzuweisen sind - Studien aus diesen Zweigen gelten als facheinschlägige Vorstudien. Nachzuweisen ist dann ein bestimmtes Maß an ECTS-Punkten und meist wird auch der Notenschnitt des Erststudiums für die Entscheidung zur Zulassung zum Studium herangezogen. Sollte eine Zulassung prinzipiell möglich sein, mangelt es aber an einschlägigen ECTS, so können unter Umständen Module nachgeholt werden. Als Schwellenwert für Englischkenntnisse wird typischerweise das Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen angenommen.
Berufsaussichten und Gehälter nach dem Master Studium Medizintechnik
Praxisanbindung ist meist schon während des Studiums gewährleistet, da viele Anbieter mit Krankenhäusern, e-Health Anbietern sowie klassischen Softwareschmieden mit Gesundheitsbezug kooperieren und die Masterarbeit bei diesen Unternehmen verfasst wird. Das Berufsfeld für Absolventen ist weit und geht über klassische Anstellungen im Labor oder in einer Forschungsorganisation weit hinaus. Schließlich benötigen etwa Arztpraxen, Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen dringend Informations- und Kommunikationssysteme, die nicht nur geplant und installiert, sondern auch laufend gewartet werden müssen. Absolventen stellen auch sicher, dass medizinisches Gerät und vor allem auch bildgebende Maschinen mit höherrangigen Informationssystemen vernetzt sind – sie stellen reibungslose Schnittstellen sicher. Zu den Berufsaussichten zählt auch eine Anstellung in der medizintechnischen Industrie. Dort geht es darum, medizintechnische Geräte zu planen und zu konstruieren, während die Medizinische Informatik in erster Linie daran arbeitet, die vielen Datenströme rund um Mess- und Patientendaten in geordnete Bahnen zu lenken. Hier geht es auch, aber nicht nur, am das Entwickeln neuer Apps und Softwareanwendungen, um Ärzte, Patienten und administratives Personal im Gesundheitssektor gleichermaßen zu unterstützen.
Da der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften derzeit kaum zu decken ist, werden auch entsprechende Gehälter bezahlt. Produktmanager etwa können mit einem Einstiegsgehalt von ca. 45.000 € brutto jährlich rechnen. Achtung: das Lohnniveau sowie die Besteuerung sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich.