Master Studium Immobilien- und Facilitymanagement in der Schweiz - 3 Studiengänge

Masterstudium_Betriebswirtschaft
Während sich das Immobilienmanagement in erster Linie mit der Projektentwicklung (z.B. Grundstücksplanung, Bauvorbereitung oder Fragen der Flächenwidmung) beschäftigt, widmet sich das Facilitymanagement der eigentlichen Bewirtschaftung von Immobilien. Dabei stehen die Wartung, die Instandhaltung und der reibungslose Betrieb baulicher Infrastruktur und technischer Einrichtungen (etwa Heizungs- oder Klimatisierungssysteme) im Mittelpunkt. Wie die Darstellung von Aufbau und Inhalt des Studiums verdeutlicht, sind beide Zweige fest in der Betriebswirtschaftslehre verankert und bedienen sich dementsprechend ihres sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Methodenrepertoires. Ein facheinschlägiger akademischer Abschluss oder eine vergleichbare Qualifikation werden am häufigsten als Voraussetzungen für das Studium genannt. Die Berufsaussichten und Gehälter umfassen vor allem Führungsaufgaben in der Immobilienbranche.

Masterstudiengänge Immobilien- und Facilitymanagement Schweiz

Auf www.postgraduate-master.ch finden Sie drei Masterstudiengänge mit dem Studienschwerpunkt «Immobilien- und Facilitymanagement». Angeboten werden die Studiengänge von diesen renommierten Bildungsanbietern: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Departement Life Sciences und Facility Management und ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - School of Management and Law.

Die Studiendauer der Masterprogramme beträgt drei bis vier Semester. AbsolventInnen erhalten nach erfolgreichem Abschluss einen akademischen Grad (MAS, M.Sc. oder MBA), der international anerkannt wird. Die vorgestellten Studiengänge werden in der Schweiz berufsbegleitend, aber auch als Vollzeitstudium angeboten. Wenn Sie allgemeine Informationen zum Masterstudium in der Schweiz benötigen, finden Sie diese in den FAQs.

Angeboten werden die Masterstudiengänge mit dem Studienschwerpunkt «Immobilien- und Facilitymanagement» in der folgenden Schweizer Region:

Aufbau und Inhalt des Studiums
Aufbau_Inhalt_Masterstudium_Immobilienmanagement_Faciltymanagement

Beiden Schwerpunkten ist die Verankerung in der Betriebswirtschaftslehre gemein. Daraus ergeben sich für die Studieneingangsphase die klassischen Einführungen in die Immobilienwirtschaft, in die Finanzmathematik, in steuerliche Grundfragen rund um Immobilien und ähnliches. Neben diesen Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften arbeiten sich die Studierenden auch in die rechtlichen Grundlagen ein und erhalten oft auch erste Einblicke in weiterführende Bereiche wie etwa Marketing/Kommunikation oder auch das Personalmanagement. In weiterer Folge wird auf die eigentlichen Management-Aufgaben eingegangen, zu denen vor allem das erfolgreiche Führen von Mitarbeitern zählt. Studierende durchlaufen beispielsweise vertiefende Kommunikationstrainings, lernen mit Konflikten umzugehen und erfolgreiches Verhandeln.

Sie beschäftigen sich zudem mit der Personalwirtschaft, Fragen des Arbeitsrechts und Zeitmanagement. Zu den vermittelten Soft Skills zählen außerdem Fremdsprachen, Projektmanagement und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens. Während sich angehende Facility Manager typischen Aufgaben und Anforderungsprofilen der Branche widmen (insbesondere Controlling und die technisch-architektonische Gebäudeplanung), vertiefen Immobilienmanager eher Fragen der Immobilienfinanzierung und des finanziellen Risikomanagements in der Immobilienbranche. Hier rückt vor allem der Aspekt der Vermögensverwaltung („Asset Management“) in den Mittelpunkt. Vertiefungen befassen sich mit der Automation von Gebäuden und deren energetisch-technischer Ausstattung (zB Heizung, Klima oder Lüftung) und den spezifischen Management-Aufgaben der Maklerbranche.

Studieninhalte und Beispiele für Vorlesungen

Je nach Bildungsanbieter erfolgt die Ausbildung in verschiedensten Kernbereichen. Hier finden Sie beispielhafte Studienschwerpunkte und dazu ausgewählte Vorlesungen für das Master Studium Immobilien- und Facilitymanagement:

Finanz- und Risikomanagement
  • Risikomanagementsysteme Immobilien
  • Performance Messung
  • Projekt zum Finanz- und Risikomanagement
Portfoliomanagement
  • Controlling von Immobilienportfolios
  • Immobilienresearch
  • Integriertes Immobilienmanagement-Modell
Workplacemanagement
  • Innovative Bürokonzepte
  • Gestaltung von Arbeitsprozessen im FM
  • Sicherheitsmanagement
Technikgrundlagen
  • Meteorologische und hygienische Grundlagen
  • Bauphysikalische Grundlagen
  • Energiewandlung und -verteilung
Voraussetzungen für das Master Studium Immobilien- und Facility-Management
Vorkenntnisse sind in jedem Fall nachzuweisen. Zulassungskriterien sind meist entweder mit einem technisch orientierten Vorstudium, in dem ein Bachelor oder Diplom erworben wurde, erfüllt, oder mit dem Nachweis von einschlägiger Berufserfahrung in Verbindung mit – zum Beispiel – einer Berufsakademie. Das Vorstudium darf in der Regel eine Mindeststudiendauer von sechs Semestern nicht unterschreiten.
Einige Anbieter setzen auch auf die Möglichkeit, Zugang zum Studium durch eine Eignungsprüfung zu erhalten. Kandidaten müssen dafür allerdings eine Studien- bzw Hochschulzugangsberechtigung nachweisen. Zusätzlich setzt dieses Zulassungsverfahren auch eine längere Praxiserfahrung voraus, die von einer abgeschlossenen Ausbildung begleitet sein muss. Darüber hinaus sollten Interessenten ausgeprägtes Interesse am Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher Problemstellungen mitbringen und sich für Fragen des Managements interessieren.
Berufsaussichten und Gehälter nach dem Master Studium Immobilien- und Facilitymanagement
Der Markt der Immobilienverwaltung und -entwicklung ist sehr facettenreich – für Absolventen ergeben sich daher sehr unterschiedliche Einsatzprofile. Global lassen sich dabei drei Schwerpunktprofile unterscheiden: beratende Aufgaben, Management- und Planungsaufgaben sowie die technisch-praktischen Vorgänge. Entsprechende Unterschiede ergeben sich auch bei der Bezahlung. Die Immobilienbranche bietet sowohl technischen als auch wirtschaftlichen Spezialisten eine breite Palette an Stellen, aber auch Allrounder werden hier ihren Traumberuf finden. Nicht wenige der Absolventen machen sich etwa als klassische Immobilienmakler selbständig – wie alle selbständigen Tätigkeiten eine sehr zeitintensive Option, die sich allerdings, bei optimaler Entwicklung, durchaus finanziell lohnen kann. Zudem darf man keine Berührungsängste mit der Bürokratie haben – ein Gewerbe will schließlich ordnungsgemäß angemeldet, ein Betrieb professionell geführt werden. Bevorzugt man ein Anstellungsverhältnis, kommen etwa eine Tätigkeit als (angestellter) Bauingenieur oder Immobilienkaufmann in Frage. Generell ist die Branche permanent in Bewegung, gerade in Großstädten ist der Bedarf an neuem qualitativem Wohnraum groß. Neben kleinen, lokal spezialisierten Unternehmen operieren auch viele große multinationale Entwicklungsagenturen auf dem Markt, die ebenfalls interessante Stellen anbieten. Da Immobilien immer auch als eine Wertanlage zu betrachten sind, übernehmen Absolventen oft auch die Rolle des Asset Managers. Gerade aufgrund der Diversität des Marktes ist eine präzise Aufschlüsselung der Gehälter sehr schwierig, doch gelten einige Faustregeln.
Das Verdienst Selbständiger hängt immer von der Auftragslage ab: Je mehr Abschlüsse ein Makler erzielt, umso mehr verdient er. Einstiegsgehälter von Angestellten haben sich im Bereich zwischen 2.500 € und 3.000 € eingependelt. Asset Manager und Corporate Real Estate Manager können dies mit 3.700 € auch deutlich übertreffen. Arbeitserfahrung macht sich in der Immobilienbranche besonders bezahlt, vor allem, wenn man eine Führungsposition bekleidet – da können 5.000 € bis 8.000 € brutto im Monat durchaus die Regel sein, Spitzenverdiener verdienen bis zu 10.000 € brutto im Monat. Zu beachten ist, dass das Lohnniveau sowie die Besteuerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich sind.