Master Studium Produktion, Verfahrenstechnik in der Schweiz - 4 Studiengänge

Masterstudium_Produktion_Verfahrenstechnik
Moderne Märkte sind komplex, schwer berechenbar und stellen enorme Herausforderungen an die Art, wie Unternehmen heute ihre Produktion und ihren Vertrieb organisieren. Supply Chain Management ist ein Schlüssel zur Bewältigung dieser Komplexität, die Verfahrenstechnik untersucht den ingenieurwissenschaftlichen Aspekt und befasst sich mit modernen Produktions-, Fertigungs- und Konstruktionsverfahren und den dazu erforderlichen Werkzeugen. Aufbau und Inhalt des Studiums machen deutlich, dass es nicht nur um neue digitale Formen der Logistik geht, sondern dass auch die Produktion völlig neue Konstruktions- und Prüfverfahren entwickelt hat. Zu den Voraussetzungen um ein Master-Studium im Bereich Produktion und Verfahrenstechnik beginnen zu können, zählen vor allem ein technisch orientiertes Vorstudium oder auch zumindest einjährige Berufserfahrung. Die Berufsaussichten und Gehälter zeigen, dass sich Absolventen häufig mit der Optimierung und Qualitätssicherung laufender Verfahren und Prozesse auseinandersetzen.

Masterstudiengänge Produktion, Verfahrenstechnik Schweiz

Auf www.postgraduate-master.ch finden Sie vier Masterstudiengänge mit dem Studienschwerpunkt «Produktion, Verfahrenstechnik». Neben dem einen Präsenzstudiengang, den Sie nur vor Ort absolvieren können, sind auch drei Fernstudiengänge gelistet, die unabhängig von Ihrem Wohnsitz belegt werden können. Angeboten werden die Studiengänge von diesen renommierten Bildungsanbietern: Beuth Hochschule für Technik Berlin - Fernstudieninstitut, Fernfachhochschule Schweiz (FFHS), ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - School of Management and Law und TU Kaiserslautern - Distance & Independent Studies Center (DISC).

Die Studiendauer der Masterprogramme beträgt vier bis sechs Semester. AbsolventInnen erhalten nach erfolgreichem Abschluss einen akademischen Grad (M.Eng., MAS oder M.Sc.), der international anerkannt wird. Die vorgestellten Studiengänge werden in der Schweiz berufsbegleitend angeboten. Wenn Sie allgemeine Informationen zum Masterstudium in der Schweiz benötigen, finden Sie diese in den FAQs.

Angeboten werden die Masterstudiengänge mit dem Studienschwerpunkt «Produktion, Verfahrenstechnik» in folgenden Schweizer Regionen sowie als Fernstudium:

Aufbau und Inhalt des Studiums
Aufbau_Inhalt_Masterstudium_Produktion_Verfahrenstechnik

In der Verfahrenstechnik gilt die Präzisionstechnologie als eine wesentliche Schlüsseltechnologie. Das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten ist enorm und äußerst vielschichtig, es umfasst unter anderem Lehrinhalte des Maschinenbaus, der Medizintechnik, sowie der Elektrotechnik. Aber auch für die Antriebstechnik, die Mess- und Sensortechnik entwickelt die Präzisionstechnologie Lösungen. Darüber hinaus forscht sie an Prozessen und Qualitätsstandards der Luft- und Raumfahrt und sie lehrt die Studierenden, bestehende Produktionsverfahren und Apparate, wie sie insbesondere in der Automobilbranche eingesetzt werden, weiterzuentwickeln. Die Studierenden setzen sich mit grundlegenden Fertigungsprozessen auseinander, zu denen etwa die Mikro- und Nanozerspanung zählen. Sie lernen, Produktion im Kontext des gegenwärtigen Trends hin zur Miniaturisierung von Werkzeugen zu begreifen. Der Lehrplan wendet sich schließlich auch detailliert den Anforderungen an Bauteile, Systeme und Produktionsstraßen zu, die sich aus dieser Miniaturisierung ergeben.

Fachrichtungen wie das Supply Chain Management untersuchen die Beziehungen zwischen Produktion, Beschaffung und Distribution und analysieren dabei auch die Strukturen von Vertrieb sowie den Aufbau von Versorgungs- und Wertschöpfungsketten. Die Studierenden lernen, die Qualität eines Logistik-Netzwerkes zu beurteilen und gegebenenfalls zu optimieren und an die Erfordernisse der Produktion anzupassen. Unverzichtbar dabei: Sich fit zu machen für die Arbeit mit digitalen Tools der Logistik- und Produktionsplanung.

Studieninhalte und Beispiele für Vorlesungen

Je nach Bildungsanbieter erfolgt die Ausbildung in verschiedensten Kernbereichen. Hier finden Sie beispielhafte Studienschwerpunkte und dazu ausgewählte Vorlesungen für das Master Studium Produktion, Verfahrenstechnik:

Industrielles Produktionsmanagement
  • Planung von Produktions- und Logistiksystemen
  • Produktionsnetzwerke
  • Qualität in Produktion und Lieferkette
Moderne Produktionsstrategien
  • Einführung Industrie 4.0
  • ERP-Systeme
  • Produktionssystematik / Fertigungssimulation
Wirtschafts- und Sozialwisschenschaft
  • Global Economy: Internationale Produktionsstrategien
  • Marketing-Mix-Management
  • Datenanalyse für Wirtschaftsingenieure
Innovations- u. Technologiemanagement
  • Grundlagen der Produktentwicklung
  • Prozessinnovation in der Produktion
  • Werkzeuge des Innovationsmanagements
Voraussetzungen für das Master Studium Produktion, Verfahrenstechnik
Der Einstieg in den Bereich Produktion und Logistik setzt entweder ein bereits absolviertes Vorstudium oder zumindest Hochschulreife voraus. Diese muss zusätzlich facheinschlägig gebunden sein. Sollten Bewerber bereits ein Studium absolviert haben, so werden berufsqualifizierende Abschlüsse aus den Bereichen Natur-, Ingenieur- oder Wirtschaftswissenschaften anerkannt. Außerdem müssen Bewerber nachweisen, über zumindest ein Jahr berufliche Erfahrung in den Bereichen Produktion bzw. Logistik zu verfügen. Auf Produktion und Verfahrenstechnik ausgerichtete Programme setzen ingenieurwissenschaftliches Wissen und Können voraus. Sie setzen daher den Nachweis von 210 ECTS-Punkten im Bereich Engineering voraus. Kandidaten, die dies nur partiell erfüllen, erhalten die Chance, an einem qualifizierenden Vorkurs teilzunehmen, um sich die wesentlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Studium anzueignen.
Berufsaussichten und Gehälter nach dem Master Studium Produktion, Verfahrenstechnik
Sowohl die Fachrichtung Produktion als auch die Verfahrenstechnik reflektieren wirtschaftliche Realitäten im deutschsprachigen Raum: Beide Branchen besitzen enorme Bedeutung. Dies schlägt sich auch in den günstigen Berufsaussichten für Absolventen nieder. Zum überwiegenden Teil finden sie Anstellung in der produzierenden Industrie, wo sie entweder mit technischer Expertise Herstellungsverfahren planen und umsetzen oder auch Bestehendes optimieren und warten – oder sie organisieren und steuern die Logistik ihres Unternehmens, denn diese gilt es passgenau an sich oft schnell ändernde Produktionsbedingungen und an die jeweilige Auftragslage des Unternehmens anzupassen. Absolventen mit Schwerpunkt Produktionswissenschaft verstehen es meist gut, die Schnittstellen von Technik, Mitarbeitern und Betriebsorganisation bzw. Unternehmensführung zu besetzen. Sie kommen nicht nur für die Industrie in Frage, sondern es bieten sich auch Möglichkeiten im Dienstleistungssektor und vor allen Dingen in der Unternehmensberatung: Dort analysieren sie Produktionsabläufe und tragen zu deren Optimierung und zur Qualitätssicherung bei. Sie üben unterschiedliche Funktionen und Berufe aus. Dazu zählen etwa Produktionsingenieur, Logistikleiter, Patentingenieur, Supply Chain Manager, Product-Manager, Organisationsberater oder auch Lehrkontexte in der Fach- und Berufsschule oder auch an der Universität, wo sie Forschung und Entwicklung betreiben.
Einstiegsgehälter bewegen sich um die 36.000 € brutto jährlich. Sie können nach zehn Jahren auf etwa 53.000 € brutto jährlich ansteigen. Dabei ist zu beachten, dass das Lohnniveau sowie die Besteuerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich sind.